Neurobiologische Forschungsergebnisse und die Entwicklungs- und Bindungsforschung beleuchten zunehmend den prägenden Einfluss körperlicher Zustände auf Emotionen und Beziehungsgestaltungen. Die primäre "Grammatik der Körpersprache" ist für eine grundlegende Herausbildung und für den Erhalt gesunder psychophysischer Strukturen sowie für persönliche Vitalität und Leistungsfähigkeit von basaler Bedeutung. Das Körpergedächtnis bewahrt früh erlebte Episoden in spezieller Art und Weise auf und prägt spätere Erlebens- und Verhaltensmuster - auch die eines "burn out" oder "der Depression".
Gegenwärtig erleben wir eine neue Welle voller "Achtsamkeit" und "neuer Körperlichkeit" vor allem in der Verhaltenstherapie: Alter Wein in neuen Schläuchen?... Vergangen geglaubte Renaissance des Körpers, wie er aus der Gestalttherapie, den Kreativtherapien und dem Psychodrama überliefert ist und hie und da auch in der Tiefenpsychologie eingesetzt wird?
Wie sieht eine sinnvolle und theoretisch fundierte Integration Körper bezogener Interventionen in psychodynamisch fundierten Psychotherapien aus?