Suchtverhalten kann mit hypnosystemischen Konzepten verstehbar gemacht werden als Ausdruck quasi-automatisierten Trance-Verhaltens mit oft intensiven Dissoziationsphänomenen. Dieses Trance-Verhalten dient der Erfüllung wichtiger unbewusster und unwillkürlicher Bedürfnisse, verbunden mit dem unbewussten Glauben, die Erfüllung dieser Bedürfnisse nur zu bekommen mit den Suchtritualen (ob Stoff-gebunden oder anders).
In diesem Workshop werden viele Interventionsmöglichkeiten vermittelt (theoretisch und praktisch), mit denen die Such(t)-Rituale und die damit verbundenen unbewussten Glaubenshaltungen, mit denen "Sucht-Klienten" unwillkürlich massiv identifiziert sind, nachhaltig wirksam transformiert werden können in bereichernde Erfahrungen im Alltag (oft sogar mit spirituellen Qualitäten). Vermittelt wird auch, wie man die vielen hilfreichen Kompetenzmuster sowohl der KlientInnen selbst als auch ihrer Angehörigen wirksam fokussieren und reaktivieren kann.
Weiter wird gezeigt, wie man bisher Problemstabilisierende systemische Muster in den Beziehungssystemen von Betroffenen verstehbar und nutzbar für erfolgreiche Transformationen machen kann, so dass dies zu einer win-win-Situation für alle Beteiligten werden kann. Ebenso wird dargelegt, wie Strukturen in den Institutionen der Suchtbehandlung oft ganz ähnliche Muster zeigen wie in den "Sucht-Familien", wie dies beachtet und konstruktiv transformiert werden kann.
Und es werden diverse Interventionsstrategien vermittelt, mit denen "Rückfälle" als unbewusst kluge "Ehrenrunden" utilisiert werden können für eine gesunde, ganzheitliche Entwicklung der Systeme der KlientInnen. Das Suchtverhalten und "Rückfälle" werden dabei auch als Ausdruck Beziehungsgestaltender Fähigkeiten in Beziehungs-Kontexten behandelt.