Huber, Michaela
CD: Transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen


Vortrag, Fachtagung "Unbewusste Erbschaften" - Transgenerationale Weitergabe von Traumata als Herausforderung in der psychosozialen Arbeit, 01. März 2016 in Kiel.


1 CD, 50 Min., Jewel-Box, ohne Cover.

Bestell-Nr 42978
ISBN 978-3-8302-8698-1
Gewicht 80 g
Preis 11,95 inkl. 19% MwSt
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Nutzung der Verweigerungshaltung von Jugendlichen:
In dem Workshop geht es um im Wesentlichen um Rapportaufbau und Veränderungsarbeit unter besonderen Bedingungen. Diese besondere Bedingung ist der Kontext von Unfreiwilligkeit bzw. die Arbeitsprämisse von hohem Misstrauen der KlientInnen bezüglich der nahen Begegnung und Interaktion mit erwachsenen Personen, wie auch die therapeutische Begegnung eine ist. Konflikthafte Konfrontationen, aber auch Aspekte der Verweigerung bei jugendlichen KlientInnen werden anhand von Beispielen aus dem Blickwinkel der Gegensatzpaare Verweigerung und Kooperation, von Macht und Bedeutsamkeit, von Bedürfnis und Erwartung betrachtet.

Die Strategie der Verweigerung, des scheinbaren Nicht-Tuns, Nicht-Zeigens, Nicht-Gebens erzielt im System Wirkung, Mächtigkeit. Diese Macht beinhaltet auch den lebensnotwendigen Aspekt der Bedeutsamkeit.
Erfahren von Bedeutsamkeit als soziales Grundbedürfnis des Menschen ist das Stichwort, welches in die Konzeption von Kooperationsmodellen mit dem Jugendlichen führen kann. Durch Verweigerung zeigen Menschen Grenzen auf und fordern ihr Gegenüber ? so auch uns PsychotherapeutInnen - als Person heraus. So auch in triangulären therapeutischen Kontexten von Fremdzuweisung oder der so verstandenen Botschaft des "du sollst dich ändern!". Diese Heraus-Forderung im positiven Sinn als Herausforderung zu nutzen ist Ziel und Inhalt des Workshops.

Als Workshopmethoden sind zu nennen:
- exemplarische Falldarstellungen und darauf bezogene Rollenspiele,
- Übungen zur Gesprächsführung
- Übungen zur Selbsterfahrung
- Geschichten, Metaphern, Zaubereien
- anonymisierte Falldarstellungen aus der psychotherapeutischen Praxis.

Michaela Huberist 1952 in München geboren. Nach Studium der Psychologie in Düsseldorf und Münster (Diplom 1977) und Ausbildung in Verhaltenstherapie war sie Dozentin an verschiedenen Ausbildungsinstituten und Universitäten in Deutschland und von 1978-82 Redakteurin bei der Zeitschrift ?Psychologie heute?. Ausbildungen u.a. in Klinischer Hypnose und EMDR.

Seit 1989 ist sie in Kassel als Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin niedergelassen und national wie international als Ausbilderin in Traumabehandlung mit Schwerpunkt komplexe PTBS und dissoziative Störungen tätig.
Seit 1995 ist sie 1. Vorsitzende einer Trauma-Fachgesellschaft (ISSD dt. Sektion, seit 2012 umbenannt in "Deutsche Gesellschaft für Trauma und Dissoziation"; www.dgtd.de). Auszeichnungen u.a. International Distinguished Achievement Award 1997 der ISSD; Bundesverdienstkreuz.

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