Die Systeme des Todes stehen bei höheren Lebewesen im Dienste der Selbstwerdung und Selbsterhaltung. Damit erscheint der leibgebundene Tod paradoxal. Einerseits soll körperlichen Störungen durch Eliminierung schadhafter Körperzellen vorgebeugt werden und der Tod damit lebensdienlich sein, zum anderen kennzeichnet er auch das Ende des Lebens.
Wie dieser Widerspruch verstanden werden kann, wird anhand eines Schichtenmodells des Todes zur Darstellung kommen, das von basalen vegetativen Formen bis hin zu mentalen Systemen des Todes reflektiert wird. Dabei soll auch auf die sich daraus ergebenden medizinethischen Konsequenzen eingegangen werden.