Tag 1:
Extremstress und Dissoziation im Verständnis der Polyvagaltheorie
Der gut funktionierende Parasympathikus ( = N. Vagus) produziert bereits bei minimaler äusserer Sicherheit innere Ruhe und Sicherheit. Sein komplexes System reagiert bei Gefahr kurz- und oft auch langfristig – je nachdem es sich um ein akutes oder chronisches und/oder sequenzielles oder additives Phänomen handelt. Die von Porgess entwickelte Polyvagaltheorie soll anatomisch, neuro – biologisch und mit den entsprechenden Funktionsweisen kennen gelernt und erarbeitet werden. Die post - expositionalen Reaktionen und Symptome nach extremem und chronischem Stress kann man mit der Polyvagaltheorie verstehen und so adäquate Interventionen planen. Gerade auch die Dissoziation in ihren verschiedenen Facetten lässt sich auch besser einordnen und verstehen.
Tag 2:
Umgang mit Reaktionen und Symptomen nach extremem und/oder chronifiziertem Stress, bei Trauma, Dissoziation, Burnout usw.
Der präventive und therapeutische Umgang mit den Folgen von Extremstress wird einfacher und effizienter, wenn man mit der Polyvagaltheorie gut vertraut ist. Die Dissoziation als natürliches und manchmal auch pathologisches Phänomen kann anders verstanden und differenzierter angegangen werden.
Ziel der vorgeschlagenen Interventionen ist, die innere Sicherheit bei Betroffenen so zu festigen, dass sie wieder eine gewisse ruhige Lebensfreude und – Funktionalität, resp. ihre eigenen Ressourcen wieder erreichen und vielleicht sogar auch an Schwerem wachsen können.