Was geht beim Meditieren vor sich?
Dieser Vortrag wird die Wechselbeziehungen der Achtsamkeit in Querschnitts-, Experimental- und Behandlungsstudien erforschen. Die Ergebnisse dieser Studien verweisen auf eine enge Verbindung zwischen höheren Achtsamkeitsstufen – ob bereits vorhanden oder erst während der Behandlung auftauchend – und den niederen Stufen des Reflektierens, wie Vermeidung, Perfektionismus und unangepasste Selbstführung.
Diese vier Charakteristika können als je verschiedene Aspekte des gleichen "Geisteszustandes" betrachtet werden, der die Auflösung der Diskrepanzen zwischen den Ideen des fließenden und des erwünschten Zustandes betont, indem er sich einer Folge von Handlungs- oder Unterlassungsoptionen bedient. Der Vortrag zeigt auf, dass Achtsamkeitstraining den Menschen zu erkennen erlaubt, wann dieser Geisteszustand wirksam ist, und sich nötigenfalls davon freizumachen und einen alternativen Geisteszustand zu erlangen, der sich durch eine intentionale und direkte (nicht konzeptuelle, experimentelle) Wahrnehmung einer Erfahrung von Augenblick zu Augenblick auszeichnet, bei der die Gedanken als mentale Ereignisse angesehen werden und ein beurteilendes Streben nach Zielen erkannt, akzeptiert und losgelassen wird. Die individuellen Zeichen des Geisteszustandes, in dem wir uns befinden, klar zu sehen, stellt den ersten Schritt in diesem Prozess dar.