Der Körper bringt es zum Ausdruck: Überwältigende Erfahrungen werden in Form von gebrochenem Herzen und herzzerreißenden Empfindungen erlebt, die den Überlebenden unsicher, erschöpft, nervös, überwältigt und verschlossen zurücklassen. Das Trauma begann zwar im Außen, wird aber auf der Schaubühne des Körpers erlebt. Ergebnis ist, dass Überlebende sich nicht mehr sicher fühlen in ihrer Haut. Genesung von Trauma beinhaltet, aufs Neue ein Gefühl von viszeraler Sicherheit wiederzuerlangen, und sich mit dem gesamten Organismus wieder in eine liebevolle Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Das Gewahrsein physischer Empfindungen bildet den Grundstock unseres menschlichen Bewusstseins. Heilung kann nur geschehen, wenn Überlebende sich sicher, selbstbestimmt und effektiv erleben.
Im vorliegenden Beitrag wird erforscht, wie das Gehirn durch Erfahrungen geformt wird und wie unsere Beziehung zu uns selbst das Ergebnis von Synchronizität mit den uns umgebenden Menschen ist. Es werden spezifische Techniken gezeigt, wie diese Fähigkeiten wieder zum Ausdruck gebracht werden können.
Der Vortrag erforscht,
- was die Neurowissenschaften uns hinsichtlich Selbstgewahrsein und Trauma lehren,
- wie das Verständnis von unterbrochener früher Bindung durch therapeutische Verfahren wiederhergestellt werden kann,
- welche psychotherapeutische Behandlungsformen bei der Integration traumatischer Erinnerungen helfen, sowie
- körperzentrierte Methode für den Umgang mit Trauma, einschließlich EMDR, Yoga, Spiel, Theaterarbeit und Psychodrama.