Trauma wird in Form von instinktiven Empfindungen (Ängste und Panik), körperlicher Bewegungen oder visueller Bilder (Albträume, Flashbacks) immer wieder reinszeniert.
Aufbauend auf dieser 127 Jahre alten Definition von Pierre Janet geht Van der Kolk davon aus, dass Traumata im somatischen Prozessgedächtnis abgespeichert sind. Entsetzliche Angst, ein immens starkes Gefühl des Vernichtetwerdens und der Glaube, ganz ohne Schutz, völlig vernachlässigt dazustehen, sind dabei zu ständigen emotionalen Leitbahnen geworden, die auf tiefen Schichten die Identität einer Person prägen. Hohe physiologische Erregung ist dabei stark mit Angstzuständen gekoppelt, womit Erinnerungen an die Vergangenheit besonders quälend sind. Der Referent zeichnet ein Bild von der unheimlichen Rolle, welche die Angst bei Trauma spielt.