10 % der Deutschen beklagen chronische Schlafstörungen, Tendenz steigend. Seit 2010 sind laut DAK-Gesundheitsreport Schlafstörungen bei Berufstätigen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent angestiegen. Wer längere Zeit schlecht schläft, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Hypertonus, Herzkrankheiten, Rückenleiden, Depressionen, Übergewicht, Verkehrsunfälle und Schädigung der beruflichen Leistungsfähigkeit.
Medikamentöse Schlafmittel helfen nur kurzzeitig, längerfristig eingenommen ist der Schaden größer als der Nutzen. Dagegen bietet moderne Hypnosetherapie ein breites Repertoire von effektiven, schlaffördernden Behandlungsstrategien, welche die natürlichen Ressourcen des Patienten nutzen und dessen Selbstwirksamkeitserleben auf Dauer stärken. Das hypnotherapeutische Spektrum umfasst u.a. schlafspezifische Metaphern, Imaginationen und Geschichten, die in Entspannungstrancen "eingebettet" werden, sowie die Utilisation unterbewussten "Störungswissens" mittels "Trance"formation schlafverhindernder Grübelgedanken. Demonstriert wird u.a. eine Selbsthypnosetechnik, die sich der Patient als mentale Einschlaf- bzw. Wiedereinschlafhilfe aneignen kann.
Im Workshop wird auch gezeigt, wie schlafmedizinisches Wissen und wichtige Erkenntnisse aus der Chronobiologie in hypnotherapeutische Interventionen eingeflochten werden, z.B. in Form einer Visualisierung des von der Natur aus vorprogrammierten Ablaufs eines erholsamen Nachtschlafs. Auch die zentralen Aspekte der lichtgesteuerten Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin können in darauf anspielende Suggestionen einfließen, um "aufgeweckte" Betroffene zu einer schlaffreundlichen Alltagsgestaltung anzuregen.